Die RERO+ Stiftung ist geboren

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Jetzt ist es offiziell: die Identität von RERO entwickelt sich weiter, um neuen Bedürfnissen in einer neuen Bibliotheksumgebung gerecht zu werden. RERO wird zu RERO+, einer privatrechtlichen gemeinnützigen Stiftung, die am 29. April 2021 formell gegründet wurde. Dieses Ereignis ist der Beginn eines neuen Abenteuers für das RERO+ Team und seine Partner.

Entstehung

RERO wurde 1985 mit dem Ziel gegründet, die entstehenden IT-Ressourcen der wissenschaftlichen Bibliotheken in der französischsprachigen Schweiz zu verwalten. Im Laufe der Jahre ist der Verbund auf mehr als 200 Mitgliedsbibliotheken angewachsen. Im Jahr 2020 haben sich die wissenschaftlichen und akademischen Bibliotheken dem SLSP-Verbund angeschlossen, welcher seinerseits das Ergebnis eines 2015 von den Schweizer Hochschulen initiierten Projekts ist.

Angesichts dieser Veränderungen und mit Unterstützung der kantonalen Behörden im Rahmen des CIIP (Conférence intercantonale de l’instruction publique : Interkantonale Erziehungsdirektorenkonferenz) startete RERO 2017 ein eigenes Projekt, um sich in ein Kompetenz- und Servicezentrum für Bibliotheken zu verwandeln, das sich auf die Bedürfnisse von öffentlichen, Kantons-, Schul- und Spezialbibliotheken konzentriert. Parallel dazu wurden die Entwicklungsprojekte für die Softwares RERO ILS (Integrated Library System) und SONAR (Swiss Open Access Repository) gestartet, die die Grundlage für die wichtigsten neuen Dienstleistungen der Stiftung bilden werden. Ihre Einführung im Jahr 2021 schliesst die Transformation von RERO ab.

Was sich ändert

  • Name: RERO war ursprünglich das Akronym für Réseau Romand, das später zum Réseau des bibliothèques de Suisse occidentale (Westschweizer Bibliotheksverbund) wurde. Heute ist die Institution, obwohl sie immer noch überwiegend französischsprachig ist, nicht mehr an territoriale Kriterien gebunden. Der Name RERO+ bedeutet eine Erweiterung ihrer Aktivitäten, ihrer Dienstleistungen sowie ihrer geografischen und sprachlichen Abdeckung, während sie gleichzeitig ihre Identität beibehält, die seit mehr als 30 Jahren in der Schweizer Informationslandschaft bekannt ist.

  • Governance: RERO+ steht nun unter der Aufsicht des Stiftungsrates, der sich zunächst aus vier Vertretern der Gründungsmitglieder zusammensetzt:

    • Damian Elsig, Präsident (Kanton Wallis)
    • Antoine Grandjean, Vizepräsident (Kanton Neuenburg)
    • Géraldine Rérat-Oeuvray (Kanton Jura)
    • Thierry Petoud (Stadt Martigny)

    Danach wird dieser Rat zwischen 7 und 9 Mitglieder haben, die mehrere Kompetenzbereiche abdecken und andere Interessengruppen, wie z. B. strategische Partner, vertreten. Darüber hinaus werden spezielle Steuerungsmechanismen für RERO ILS und SONAR eingerichtet, um deren Kunden eine aktive Rolle bei der Gestaltung der Produkte zu geben.

  • Finanzierungsmodell: RERO+ wird ausschliesslich durch den Verkauf seiner Dienste finanziert.

  • Aktivitäten: Wie schon seit etwa zwei Jahren wird sich RERO+ auf die Weiterentwicklung und Pflege seiner Kerndienste konzentrieren: das Bibliotheksmanagementsystem der nächsten Generation RERO ILS und die Verwaltung digitaler Inhalte mit SONAR. Diese Softwareprodukte und die entsprechenden Dienstleistungen werden sich mit den Bedürfnissen ihrer Kunden weiterentwickeln, deren Kreis sich auf die gesamte Schweiz ausdehnen wird.

  • Missionen: Mit den Aktivitäten entwickeln sich auch die Missionen, die einen grösseren Bereich abdecken. RERO+ zielt darauf ab, die Verbreitung und Weitergabe von Wissen zu fördern, insbesondere durch Bibliotheken, ohne geografische Einschränkungen. Ausserdem verfolgt RERO+ als Stiftung keine gewinnorientierten Ziele.

Was bleibt

  • Das RERO+ Team: Es bleibt im Wesentlichen dasselbe, mit seiner umfangreichen Erfahrung und seinem Zusammenhalt; es erfährt keine grossen organisatorischen Veränderungen.

  • Die Partner: Die Zusammenarbeit wird fortgesetzt und intensiviert, mit den 58 Bibliotheken, die RERO ILS nutzen (Go-Live am 12. Juli), den Institutionen, die SONAR einsetzen (Produktionsversion verfügbar) sowie dem Team der Katholischen Universität Leuven in Belgien, das seine Beteiligung am Entwicklungsprojekt von RERO ILS beibehält. Schliesslich arbeitet RERO+ weiterhin mit verschiedenen Akteuren der Bibliotheks- und Informationswelt in der Schweiz und im Ausland zusammen, vor allem mit SLSP, der Schweizerischen Nationalbibliothek, ABES und der Bibliothèque nationale de France.


Ein Wort von Damian Elsig, Präsident des Vorstands der RERO+ Stiftung

Die Umwandlung von RERO in RERO+ ist ein bedeutender Schritt. Die Neuausrichtung ist das Ergebnis gemeinsamer Überlegungen, basierend auf einer Marktanalyse und dem erwiesenen Interesse an massgeschneiderten und/oder gemeinsamen Dienstleistungen für öffentliche, Kantons-, Schul- und Spezialbibliotheken in der Schweiz. RERO+ wird seine Dienstleistungen auf die Bedürfnisse dieser Arten von Bibliotheken ausrichten, entweder durch die Entwicklung von Services oder durch die Bereitstellung von globalen IT-Lösungen.

Das RERO+ Team hat seinen Sitz im Wallis und besteht aus Spezialisten mit langjähriger Erfahrung in diesem Bereich, wobei der Kunde im Mittelpunkt steht.

Die IT-Lösungen werden in Open Source entwickelt und basieren auf der vom CERN entwickelten Software Invenio 3. Alle Daten werden in der Schweiz gespeichert.

RERO+: eine gemeinnützige Stiftung mit dem Swiss-Made Siegel!


Kontaktperson für RERO+: Miguel Moreira - direction@rero.ch